Deutsche Reichstagsakten, Reichsversammlungen 1556 – 1662 Der Reichstag zu Regensburg 1594 bearbeitet von Josef Leeb
Textvorlage für den Vormittag: Österreich, fol. 10–14. Textvorlage für den Nachmittag: Bayern, fol. 23–36’.
Beratung der Nebenproposition des Ks. beim 1. HA (Türkenhilfe) im Ausschuss. 3. HA (Reichsjustiz): Übergabe der Dubia des RKG an die Reichsstände zur Abschrift. Zuziehung von RKG-Personal nach Notwendigkeit. 4. HA (Reichsmünzwesen): Übergabe des Gutachtens der Münzassoziation an die Reichsstände. Beratung des 3. und 4. HA noch beim RT. Einrichtung des Supplikationsrats. Session. Aufnahme der Beratung zum 1. HA (Türkenhilfe) im Ausschuss anhand eines Salzburger Auszugs aus der Proposition. Mehrheitsbeschluss einer grundsätzlichen Unterstützung des Ks. Konditionierte Zusage durch die evangelischen Ausschussmitglieder sowie durch Jülich und Münster.
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Umfragec. Salzburg (Ebf. persönlich): Putat, hoc in pleno esse tractandum zubefürderungd.
Bayern: Per außschutze.
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Dagegen votieren im Anschluss an Bayern für die Vorlage der Nebenproposition im Ausschuss [und Anfertigung von Abschriften]: Pfalz-[Lautern], Pfalz-Simmernl, Pfalz-Neuburg, Sachsen-Weimar, Sachsen-Coburg (Johann Casimir), Sachsen-Coburg (Johann Ernst), Brandenburg-Ansbach, Braunschweig-[Wolfenbüttel], Braunschweig-[Grubenhagen] Braunschweig-Calenberg, Braunschweig-[Lüneburg] (Ernst II.), Württemberg, Baden-Durlach [Ernst Friedrich], Baden-[Baden] (Eduard Fortunatus), Baden-[Durlach] (Georg Friedrich), Hessen-[Kassel] (Moritz), Hessen-[Marburg] (Ludwig), Hessen-[Darmstadt] (Georg), Pommern-Stettin (Johann Friedrich), Pommern-Wolgast [Bogislaw für Philipp Julius], Cambraim, Leuchtenberg, Anhalt, Hersfeld, [Sachsen für] Henneberg, Ellwangen, Nomeny, Wetterauer Gff., schwäbische Gff.
Berchtesgaden schließt sich der Mehrheit an. Eintrag ohne Votum: Verdun, Fuldan.
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Salzburg proponierto: Soll der RT für die Beratung des 3. HA (Reichsjustiz) Personal des RKG zuziehen oder den Justizpunkt an eine nachfolgende RV prorogieren? p–Wo und wie soll der 4. HA (Reichsmünzwesen) beraten werden–?
Zum 3. HA teilt der Gesandte des Bf. von Speyer mit, er habe im Auftrag des Bf. als RKG-Richter dem Ks. ein Schreiben übergeben, q–darin die cammer allerley beschwärden unnd wie vilem zue remedieren were, begriffen–,3.Dazu wird in die folgende Umfrage aufgenommen, ob die Dubia des RKG den Ständen vorgebracht werden sollen.
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Voten zum 3. HA (Reichsjustiz). Salzburg: Putat, eß dörffe niemand von der cammer beschriben werden, dieweil sie ain außfürlichs schreiben5 hiehero geschickht. Item mann soll dz iustitiae wesen ier Mt. heimbstellen.
Bayern: r–Mann soll in geringer anzall etliche beysitzer erforderen–r.
Österreich: Ut Saltzburg.
Pfalz-[Lautern]: Man soll die schrifft, so die cammer ubergeben, communicieren. Werde eß alßdan ain notturfft sein, so khönde man etliche beschreiben. In reliquis ut Saltzburg.
Burgund: Ut Saltzburg.
Pfalz-Simmern: Ut Bayerns.
Deutschmeister: Ut Saltzburg.
Pfalz-Neuburg: Putat, punctum iustitiae tractari omni iam deberi. Petit communicationem der cammerischen schrifft.
Bamberg: Mann soll etliche cammerales erforderen.
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Würzburg: Putat, hoc negotium Spiram remitti debere. Wan eß alß dann von nöten, kan man sie alle zeit erforderen.
Pfalz-Veldenz: Repetit die pfältzische vota.
Worms: Ut Bayernt.
Sachsen-Weimar: Putat, aliquos ex camera evocandos.
Eichstätt: Communicandam der cammer schrifft und die gutachten im müntzwesen.
Sachsen-Coburg (Johann Casimir): Ut Pfaltz.
Speyer: Putat, eß seye noch[zu] früe, daß mann etliche von der cammer erfordere. Eß seye alles in der schrifft außgefüertu.
Sachsen-Coburg [Johann Ernst]: Ut Sachsen.
Konstanz: Ut Saltzburg.
Brandenburg-Ansbach: Publicationen[!] scripturam cameralis. Ut Pfaltz.
Augsburg: Ut Saltzburg.
Braunschweig-[Grubenhagen] (Wolfgang und Philipp): Ut Pfaltz.
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Braunschweig-Wolfenbüttel und -Calenberg: v–Communicationem, et ut evocentur gleich in beeden religionen–v.
Freising: Communicationem scripture, et ut evocentur aliqui ex camera, doch wenig unnd die eltisten.
Regensburg: Communicationem der schrifft, et ut aliqui evocentur.
Pommern-Stettin [Johann Friedrich]: Ut praecedens.
Passau: Ut Bayern.
Württemberg: Communicationem, ex qua apparebit utrum sit necessaria evocatio aliquorum.
Trient: Ut Bamberg.
Baden-Durlach [Ernst Friedrich]: Ut Pfaltz-Lautern et Zweybruckhen.
Münster: Ut Bamberg.
Baden-[Baden] (Eduard Fortunatus): Ut Bayern.
Baden-[Durlach] [Georg Friedrich]: Ut Pfaltz.
Lüttich: Ut Freysingen.
Hessen-[Kassel] (Moritz): Ut Pfaltz.
Sitten: Ut Bayern.
Hessen-[Marburg] (Ludwig): Ut Pfaltz.
Hessen-[Darmstadt] (Georg): Ut Bayern[!].
Toul: Ut Bayern.
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Cambrai: Ut Bayern.
Pommern-[Wolgast]: Ut Pfaltz.
Verdun:[Votum fehlt.]
Leuchtenberg: Ut Pfaltz et Bayern.
Hersfeld: Ut Saltzburg.
Anhalt: Ut Pfaltz et Sachsen, unnd dz der supplication raht angeordnet werde.
Murbach:[Votum fehlt.]
Henneberg: Ut Sachsen.
Nomeny: Ut Bayern.
Berchtesgaden: Ut Össterreich et Saltzburg.
Stablo: Ut Bayern.
Prälaten: Ut Bayern.
Wetterauer Gff.: Ut Pfaltz, dz auch der supplicationes raht angeordnet werde.
Schwäbische Gff.:[Votum fehlt.]
Conclusumw: Dieweil an der justitien vil gelegenx, ut communicetur scriptura camerae. Wurde es hernacher ain notturfft sein, dz man etliche camerales evociere, kan je eß gescheheny. Ratione der muntz soll man der dreyen dartzu deputierten craysen Franckhen, Bayern unnd Schwaben gutachten den stenden communicieren. Unnd dieweil von etlichen angeregt werden, dz man den supplications rhat anordnen solle: Könde jetz nichts beschlossen werden, dan solches dependiere von den churfürsten. /
Die ausschuss sollen nach mittag widerumb zusamen kommen unnd den ersten puncten fürderlich für die handt nemen und abhandlen.
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Salzburger Kanzler proponiert, indem er den heutigen Beschluss zusammenfasst, wie er inzwischen vom KR bestätigt worden ist: /23 f./ Beim 3. HA (Reichsjustiz) stellt KR dem Ks. anheim, zur Beförderung der Verhandlungen RKG-Personal zum RT anzufordern. Beim 4. HA (Reichsmünzwesen) vergleicht KR sich mit FR. Auch will KR den Supplikationsrat möglichst bald einrichten.
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Bayern: Die Relation [des KR] soll im Plenum des FR referiert werden.
Bamberg: Vergleicht sich.
Braunschweig-Wolfenbüttel: Ebenso, beharrt aber wie am Vormittag darauf, dass die Beratung zur Reichsjustiz in werendem reichstag fürgenommen, quia gravamina contra cameram adsunt, und solten etliche von beeden religionen in gleicher antzal beschriben werden, und soll man, wie Bayrn angeregt, in pleno relation thun.
Konstanz: Zuziehung von RKG-Personal durch den Ks., Referat im Plenum.
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Im Folgenden votieren nur Jülich und die Prälaten wie Salzburg, hingegen Hessen und alle anderen wie Bayern.
Salzburg persönlich resümiert, das maiora, den punctum iustitiae irer Mt. haimzustellen, und[im Plenum] zureferiern sein.
Salzburg (Ebf. persönlich) proponiert: /24 f./ 1. HA (Türkenhilfe) der Proposition, der nochmals ausführlich referiert wird. Der Ebf. hat als Beratungsgrundlage einen Auszug in Einzelpunkten sowie zugehörige Fragen erstellen lassen7. Stellt zur Entscheidung, ob man anhand der Einzelpunkte oder der Fragen vorgeht.
/24’–27/ A) Auszug aus dem 1. HA der Proposition8. 1) Ksl. Schilderung des türkischen Friedensbruchs und des daraus resultierenden Kriegs, der türkischen Übermacht, der Vertragsbrüchigkeit ohne Rücksicht auf den Friedensvertrag mit zahlreichen Grenzübergriffen; manifeste Gefährdung des Reichs, falls die Grenze nicht gesichert wird. Unabdingbarkeit der Unterstützung des Ks. durch das Reich; aktuell günstige militärische Situation, um türkische Eroberungen zu rekuperieren. Bitte des Ks. um eine baldige Geldhilfe, mit der ein stattliches Heer einige Jahre lang finanziert werden kann. 2) Der offene Krieg erfordert höhere Mittel als die Grenzsicherung in Friedenszeiten. Ks. legt den Finanzbedarf dar9und bittet um eine Steuer nach dem Gemeinen Pfennig. 3) Ks. hat keine Einwände gegen die Zuordnung von reichsständischen Kriegsräten. 4) Ks. regt an, für kranke und verwundete Söldner Almosen zu sammeln. 5) Freiwilliger Kriegsdienst junger Adeliger und Bürger auf eigene Kosten. 6) Bemühungen des Ks. um die Mitwirkung auswärtiger Potentaten sowie um die Türkensteuer exemter Reichsmitglieder. 7) Beitrag der ksl. Kgrr. und Erblande zur Türkenabwehr. 8) Seit dem Auslaufen der Türkenhilfe von 1582 mit Darlehen aufgebrachte Geldleistungen des Ks. und Bitte um deren Erstattung zusätzlich zur Steuer. 9) Maßnahmen zur Begrenzung der erhöhten Besoldungen.
/27’ f./ Es liegt im Ermessen des Ausschusses, entweder insgesamt zum 1. HA (Türkenhilfe) oder zu Einzelpunkten zu votieren, wie sie Salzburg als Fragen zusammengefasst hat:
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Bayern: Danken für die Salzburger Vorarbeiten und drängen darauf, etwaige Beschlüsse möglichst bald im Plenum des FR zu referieren, damit es khain disputatmit den dortigen Ständen gibt. Deshalb ist zuvorderst grundsätzlich zu klären, ob man den Ks. unterstützen will, um dies dem Plenum vorzutragen. Dazu geben die Reichs abschidt /
Bambergac: Repetirt das bayerisch votum et addit atque exagerat die grosse gefahr, item das man Gott zu ehrn ad defensionem patriae christianae unnd von wegen des gehorsambs, da- /
Salzburg: Redet dem bambergischen ein, ob man auf die proposition oder auf die salzburgischen capita soll gehen unnd ob ir Mt. zuhelffen.
Bamberg: Respondet, in primo seie er indifferens, in secundo man soll irer Mt. helffen.
Braunschweig-[Wolfenbüttel]: Ir Mt. mechtens annderst aufnemmen, wan man wolt aus der proposition schreiten. Dasselbe und unnotwendiges disputat abzuschneiden, soll man der proposition nachgehen. Werde sich finden, ob zuhelffen oder nit.
Konstanz: Beratung anhand des Auszugs aus der Proposition. Ob irer Mt. zuhelffen, sei khain frag. Dann das man helff und die handt püet, das thüe[!] man nit allain irer Mt., sonnder /
Jülich: Man soll dem vorigen herkhommen gemeß procedirn. Item refert et exagerat seines herrn obligen unnd beschwerden, welches er zuvermelden im bevelch hab, unnd das seinem herrn nun in die 26 jar lang khain hilf erzaigt, sonnder durch krieg alles verhergt unnd verderbt, auch in also eüsseriste not gesetzt worden, das er auch khain tafel halten khunde. Protestiert derhalben, er khünde sich in khain contribution einlassen noch bewilligen.Hat diesbezüglich heute der Mainzer Kanzlei eine Supplikation ad–übergeben11. Auch sind er und die anderen Gesandten aus dem Niederrheinisch-Westfälischen Kreis gemäß ihrer Instruktion12beauftragt, in nichts einzuwilligen13, donec illorum tollantur gravamina–ad. Vergleicht sich sonnsten, das man der proposition nachgehe, damit es bei den stennden khain nachbedenckhens[!] bring. Vermeldet auch, /
Speyer: Seie von wegen der not und gefahr irer Mt. zuwillfaren. Sein herr werde sich nach möglicheit willig und berait finden lassen. In caeteris wie Bayrn etc.
Württemberg: Beratung anhand der Proposition, weil es also heerkhommen. Da man die salzburgische capita in pleno solte consideriern, wurd es ain confusion abgeben. In reliquis wie Bayrn.
Salzburg: Württemberg soll auch dazu votieren, ob irer Mt. zuhelffen.
Zwischenvotum Braunschweig-[Wolfenbüttel]: Er hab auch nit darauf votirt, welle aber jetzt und dergestalt votirt haben, das das mißtrauen im Reich so groß, das freundt vor freundt nit sicher. Deßhalben unnd dieweil wir christen alle glider eines haubts, seie vor allem anndern dahin zutrachten, wie ein vertrauen im Reich zuerobern. Alsdann wolt er helffen unnd selbs dabei die notdurfft thun. Das Reich sei nit obligiert.
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Münster: Wie Gülch. Referirn sich auf ire instructionen15. Haben über 34 mal hundert tausentaf taler schaden gelitten16, seie dem Reich nit weniger obgelegen, inen zuhelffen als wider den türcken zu khriegen.
Hessen-[Kassel]: Der extract sei zwar vernünfftig gemacht, bleibe aber bei der ksl. proposition. Darauf zuvotirn, sei alzeit diß die erste frag gewest, ob irer Mt. zuhelffen. Darauf antwortet er jetztmals, er wisse des türckhens krieg macht und not, aber wer mer not, im Reich selbs guete ordnung anzustellen. Zweiffelt nit, man werde ainig sein, irer Mt. zuhelffen17, weil es erscheine, das das türckhisch reich nunmehr jetzt wider abfalle. ag–Doch soll man daneben den beschwerden stennden auch helffen–ag,18.
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Hennebergai: Wellen helfen, doch zweifln sie nit, ir Mt. werden auch dem westphelischen craiß zuhelffen genaigt sein. Sonst soll man der proposition im votirn nachgehn.
Prälaten: Irer Mt. soll man helfen. De modo procedendi vergleichen sy sich mit dem merern.
Schwäbische Gff.: Wie Bayrn unnd Cosstniz.
Salzburg resümiert: Seie das merer, erstlich man soll bei der proposition bleiben; 2) das man in allweeg irer Mt. solte helffen.
Weil Salzburg bei dieser Zusammenfassung sich selbs zimblich confundirt unnd gleichsam die maiora machen wellen, das dem extract nachzu- /
2. Umfrage. Bayern: Konstatiert zwar eine mehrheitliche Entscheidung für die Proposition, ist aber indifferent.
Bamberg: Similiter.
Braunschweig-[Wolfenbüttel]: Beratung gemäß Proposition oder Auszug, da dieser ohnehin aus der Proposition gefertigt ist. Es hab in puncto contributionis bevelch, den maioribus nit zuvolgen oder sich binden zulassen.Kritisiert den Ebf. von Salzburg, weil er nit den alten gebrauch unnd heerkhommens in directione halte20, sonnder conclusiones unnd neuerung einfüere unnd macheaj.
Konstanz: Auszug als Beratungsgrundlage.
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Dargegen inferirt Salzburg, es sei inen doch in pleno dardurch nichts benommen, unnd hab man nit pure verwilligt, dz man irer Mt. helffe, sonnder cum conditione, sich deßhalben auf Hennenberg referierendt. Hierauf fragt Salzburg Hessen21 [!] an, so sich erclert, man solle pure irer Mt. helffen, zweifel aber nit, ire Mt. werden Westphalen auch helfen–ak.
Speyer: Wie in 1. Umfrage.
Württemberg: Soll in pleno referirt werden, obs bei der proposition oder bei dem extract zulassen.
Münster: Wie in 1. Umfrage und wie Jülich.
Hessen-[Kassel]: Ist indifferens, und soll man vorige frag in pleno referirn.
Pommern-[Stettin]: Wie Hessen.
Henneberg: Betrachtet die not unnd was daraus ervolgen mög, wann /
Prälaten: Wie die Mehrheit.
Schwäbische Gff.: Wie Bayrn indifferentes.
Salzburg resümiert: Seie das merer, das es bei dem extract der proposition solle verbleibenal.
Verlesung des 1. Punkts aus dem Auszug: Ks. fordert eine Geldhilfe für einige Jahre nach dem Gemeinen Pfennig mit baldigem ersten Zahltermin und in schwerer Reichsmünze.
3. Umfrage. Salzburg: Dazu ist vil zuerwegen, und gehe diß werckh die teütsche nation und das Reich nit principaliter, sonnder allain secundario an. So seie Ungern khein standt des Reichs. Und obwol des Reichs wolfart daran gelegen, so gehe doch der unnderganng der cron Ungern nit allein Össterreich und dz Reich, sonder auch Italiam /
Bayern: Bitten um kurzen Aufschub, um ihre Instruktion einsehen zu können. Concludirn gleichwol auch auf die gemaine Reichs müntz.
Zwischenfrage Salzburgs, ob das ganze contribution werckh zugleich in bedacht zenemmen. Darauf Bayrn geantwort, welle indifferens sein.
Bamberg: Ist mit Salzburg ainig, allein de modo wie Bayrn.
Braunschweig-[Wolfenbüttel]: Sei diser punct der fürnembste, und soll der albereit gemachte beschluß auf die quaestion, an sit contribuendum, zuvorderst in pleno referirt /
Konstanz: Wie Bayrn.Referat im Plenum erst, wan die sach oder diser punct gar beschlossen worden.
Jülich: Erbittet Aufschub bis morgen mit dem Vorbehalt, das in pleno der beschluß auf die quaestion, an sit etc., referirt werde. Repetirt zugleich auch, was er hieoben wegen paria vota etc. fürgebrachtan.
Württemberg: Soll zuvorderst in pleno referirt werden, ob ir Mt. zuhelffen.Aufschub der weiteren Beratung im Ausschuss bis Montag.
Münster: Wie Salzburg.
Hessen-[Kassel]: Wie Wirttenberg.
Pommern-[Stettin]: Similiter.
Henneberg: Aufschub bis morgen oder zu Salzburg als directoris verner gelegenheit.
Prälaten, schwäbische Gff.: Wie Bayrn.
Beschluss: Einzestellen bis auf morgen, wiewol Bayrn vermaint, bis auf montag. Und versteht es Salzburg /
4. Umfrage: Sollen die im Ausschuss beschlossenen Einzelpunkte jeweils separat im Plenum des FR referiert werden oder soll man das Referat erst vornehmen, wenn die Beratung im Ausschuss insgesamt abgeschlossen ist?
Salzburg: Sei dz ganz werckh dem ausschuß bevolchen. Solle plenarie beschlossen unnd alsdann referiert werdenao.
Bayern: Wie Salzburg, weil der ausschuß zu verschonung der übrigen stende angesehen, und werde es sunsten ein verlengerung geberen.Bittet nochmals um Aufschub bis Montag.
Bamberg: Similiter. Seie also herkhommen.
Braunschweig-[Wolfenbüttel]: ap–Aufschub auch dieser Frage–ap.
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Jülich: Wie zuvor, und dz man die frag, ob zuhelffen sei, morgen in pleno referirn solle.
Speyer: Wie Salzburg und der dilation halben wie Bayrn.
Württemberg: Wie Salzburg. Jedoch zunächst Referat in pleno, an sit contribuendum, cum sit quaestio praeiudicialis, und damit das haubt werckh nit werde ufgehalten.Aufschub wie Bayern.
Münster: Wie Salzburg, zum Aufschub wie Bayern.
Hessen-[Kassel]: Wie Braunschweig und Württemberg.
Pommern-[Stettin]: Morgen zureferiern nach gelegenheit Salzburg, an sit contribuendum.Aufschub im Ausschuss bis morgen.
Henneberg: Wiß sich nit zuerinnern, dz dergleichen jemals beschechen, sonder man hab alzeit den ganzen puncten im ausschuß abgehandlt und darnach erst referiert.
Prälaten: Wie Bayrn.
Schwäbische Gff.: Dieweil der fürsten rath dem ausschuß disen ganzen puncten vertraut, ideo conclusio mit Würzburg23[!].
Salzburg resümiert: Beratung des gesamten 1. HA im Ausschuss und erst anschließend Referat im Plenum des FR. Vertagung des Ausschusses bis Montag, 6.30 Uhr.