Deutsche Reichstagsakten, Reichsversammlungen 1556 – 1662 Der Reichstag zu Regensburg 1594 bearbeitet von Josef Leeb
Vereinbarung vertraulicher Korrespondenz. Fragliche Beratung der Gravamina vor der RT-Eröffnung.
EinzelUnterredungen
[1] Vorsprache der Gesandten der drei Lgff. von Hessen bei den kursächsischen Räten1mit der Bitte um vertrauliche communication beim RT unter Berufung auf die Erbeinung, indem diese ihnen allewege einenn gunstigenn zutritt verstattenn unnd auß denn sachenn mitt unns conferiren, ir guttachtenn mittheilen2. Kursachsen sagt dies zu.
[2] Der Gesandte der Wetterauer Gff., A. Christiani, sucht den Kanzler Hessen-Marburgs [S. Klotz] auf3und bittet, er möge eine Zusammenkunft der evangelischen Stände noch vor der Ankunft des Ks. befördern.
[3] /266a f./ (Vormittag). Unterredung des Pfalz-Neuburger Verordneten J. Zöschlin mit den kursächsischen Gesandten Bock, Ende und Badehorn4, um unter Berufung auf die vor dem RT von Kursachsen angebotene vertrauliche Korrespondenz das Verfahren bei den Religionsgravamina abzusprechen. /266a’ f./ Kursachsen (Bock): Sind beauftragt, vor der Beratung der Gravamina die ksl. Proposition abzuwarten, um den Eindruck zu vermeiden, als wolle man dem Ks. vorgreifen /
[4] /267’ f./ (Nachmittag). Unterredung des Pfalz-Neuburger Verordneten J. Zöschlin mit dem Württemberger Gesandten C. Dolde5zum Verfahren bei den Religionsgravamina. Dolde verweist auf die Aussage von Kurpfalz gegenüber den Gesandten Pfalz-Zweibrückens, Baden-Durlachs und Württembergs, zunächst die Ankunft weiterer Stände abzuwarten6, insbesondere jener, die den Heilbronner Abschied unterzeichnet haben. Sie, die Württemberger Gesandten, sind beauftragt, in Religionsfragen mit den Ständen /