Deutsche Reichstagsakten, Reichsversammlungen 1556 – 1662 Der Reichstag zu Regensburg 1594 bearbeitet von Josef Leeb
Textvorlage: Österreich, fol. 43’–48’.
2. HA (Landfriede und Niederlande): Beratung nicht im Ausschuss, sondern im Plenum des FR. 1. HA (Türkenhilfe). Vergleich zwischen KR und FR über die Bewilligung von 80 Römermonaten. Keine Einigung zu den Erlegungsterminen und den Nebenpunkten.
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Umfrage. Österreich: Votiert, daß man die außschuss auß den bäncken mache oder den annderen puncten in pleno tractiere. Placuit tamen magis in pleno2.
Pfalz-Neuburg: Lasst im wol gefallen, das man denen außschuss auß den bäncken näme. Doch wann es dz mehrer wurde, ut in pleno tractaretur, laß er es imme auch gefallen.
/43’–45/ Im Folgenden votieren wie Österreich bzw. für die Beratung explizit im Plenum: Burgund, Besançon, Bayern, Würzburg, Worms, Eichstätt, Speyerd, Sachsen-Weimar, Konstanz, Augsburg, Hildesheim; Freising, Regensburg, Passau und Trient (jeweils im Anschluss an Bayern), Brixen, Hessen-Kassele, Baden-Baden, Sitten, Leuchtenberg, Metz; Verdun und Toul (jeweils im Anschluss an Bayern), Nomeny, Lausanne, Arenberg (im Anschluss an Burgund); Murbach, Ellwangen, Berchtesgaden, Prüm, Stablo und Prälaten (jeweils im Anschluss an Bayern), schwäbische Gff.
Wie Pfalz-Neuburg votieren: Sachsen-Coburg (Johann Casimir und Johann Ernst), Pfalz-Veldenz, Braunschweig-Grubenhagen, Braunschweig-Wolfenbüttel, ‑Calenberg, ‑Lüneburg, Württemberg, Anhalt, Wetterauer Gff.
Die Beratung explizit in einem Ausschuss nach Bänken fordern Pfalz-Lautern (Zusatz: /
Der Mehrheit wollen sich anschließen bzw. indifferent votieren: Salzburg, Deutschmeister mit Fulda, Paderborn, Jülich (mit Zusatz: Falls ein Ausschuss eingerichtet wird, dz in alweg der westphalisch craiß darin gezogen werde), Hessen-Marburg, Hessen-Darmstadt; Lüttich und Münster (jeweils im Anschluss an Paderborn), Cambrai, Henneberg, Hersfeld. Basel ist abwesend.
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g–Ist per maiora concludiert worden, dz diser punct in pleno solle abgehandlet werden–g.
/45’ f./ Kurfürstenrat und fürstenrat, im Sitzungszimmer des FR. [Entsprechend Protokoll des KR, 244–248’. Ferner zur Resolution des KR für die Duplik beim 1. HA, Münzsorten etc.:] /
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Umfrage. Österreich: Lasst es bey deß fürsten raths beschluss allerdings bewenden. Doch wenn die churfürsten von 80 monaten nit weichen wollten, in sollichem inen beyzufallen.
Pfalz-Neuburgh: Dz man ier Mt. darneben auch erinnere, die hans- unnd see stetten und ritterschafft zu der hülfe auch erhandle[!]. Sunsten pleibt er bey dem, was zuvor beschlossen.
/46’ f./ Im Folgenden votieren wie Österreich und/oder Pfalz-Neuburg (zunächst Beharren auf dem Beschluss des FR, gegebenenfalls aber Anschluss an KR): Burgund, Sachsen-Coburg (Johann Casimir), Salzburg, Besançon, Sachsen-Coburg (Johann Ernst), Bayern, Deutschmeister, Bamberg, Würzburg, Worms, Eichstätt, Sachsen-Weimar (Zusatz: /
Ohne Weisung sind bzw. Weisung erwarten: Pfalz-Lautern, Pfalz-Simmern, Braunschweig-Grubenhagen, Braunschweig-Wolfenbüttel, Pommern-Stettin (Zusatz: /
Auf das Votum vom Vortag berufen sich: Pfalz-Zweibrücken, Pfalz-Veldenz, Brandenburg-Ansbach, Braunschweig-Lüneburg (Zusatz: /
Metz schließt sich der Mehrheit an. Die Voten von j–Baden-Durlach (Ernst Friedrich und Georg Friedrich) fehlen–j.
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/48 f./ Erneut Kurfürstenrat und fürstenrat. [Entsprechend Protokoll des KR, 248’–250.]